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Court-Kosten fair aufteilen, ohne dass es komisch wird
Einer bucht, drei sagen „überweis ich dir". Drei Wochen später hat der Bucher 60 Euro ausgelegt und keine Lust mehr auf Organisieren. Court-Abrechnung ist ein kleines Thema mit großer Wirkung – hier sind die Regeln, die funktionieren.
28. August 2026·2 Min. Lesezeit

Geld ist selten das Problem beim Padel – 8 bis 12 Euro pro Kopf tun niemandem weh. Das Problem ist das Eintreiben. Und genau daran zerbrechen mehr Spielrunden als an Terminen oder Technik.
Warum überweis ich dir dann nicht funktioniert
Der Ablauf ist immer gleich: Einer bucht und zahlt den ganzen Court. Die anderen sagen ich überweis dir, meinen es auch so, vergessen es aber. Der Bucher will nicht kleinlich sein, hakt einmal nach, dann nicht mehr. Nach ein paar Wochen ist er im Minus – und weil er ohnehin schon der ist, der immer bucht und organisiert, hört er irgendwann auf. Damit ist die Runde weg.
Das ist kein Charakterfehler von irgendwem. Es ist ein Prozess, der Reibung erzeugt, und Reibung killt Gewohnheiten.
Die drei Regeln
1. Sofort splitten, am Platz. Bevor ihr geht, wird abgerechnet – nicht daheim. Court-Preis durch Anzahl Spieler, jeder überweist oder zahlt bar, fertig. 30 Sekunden.
2. Bälle und Leihschläger extra, aber auch sofort. Wer neue Bälle mitbringt, sagt den Anteil an. Wer einen Leihschläger nimmt, zahlt den selbst. Kein Sammelposten, der später geklärt werden muss.
3. Buchung rotiert, Zahlung nicht. Wer bucht, wechselt von Woche zu Woche – so hängt die Organisation nicht an einer Person. Aber das Geld fließt jedes Mal sofort zurück, egal wer gebucht hat.
Sonderfälle
Ihr seid nur zu zweit und zahlt den ganzen Court. Dann teilt ihr durch zwei – 20 bis 30 Euro pro Kopf. Wenn euch das zu teuer wird: Session öffentlich stellen und den Court auffüllen. Wie das geht, steht in Padel-Match organisieren.
Einer sagt kurzfristig ab. Wenn der Court schon gebucht ist und nicht mehr storniert werden kann, zahlt der Absager seinen Anteil trotzdem – oder ihr füllt den Platz spontan über ein offenes Match auf. Vorher einmal besprechen, dann gibt es später keine Diskussion.
Feste wöchentliche Runde. Zehnerkarte oder Blockbuchung auf einen Namen, die anderen zahlen ihren Anteil pro Termin. Rechnet einmal im Monat gegen – aber mit klarem Fixtermin, nicht wenn ich dran denke.
Kurz gesagt
- Am Platz abrechnen, nicht daheim.
- Court durch Köpfe, Bälle und Leihschläger extra.
- Buchung rotiert, Geld fließt jedes Mal sofort.
- Absage-Regel vorher klären.
Klingt nach Erbsenzählerei – ist aber der Unterschied zwischen einer Runde, die drei Monate hält, und einer, die nach vier Wochen einschläft.
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